Geschlossenes System

Schutzraum nach innen und außen

In dreifacher Hinsicht erfüllen bauliche und elektronische Vorrichtungen an der forensischen Klinik Sicherheitsfunktionen: Nach außen zum Schutz der Bevölkerung, nach innen zum Schutz des Personals und sie bilden das sichere Umfeld für den nachhaltigsten Schutz der Gesellschaft - die Sicherheit durch fachgerechte Therapie und Betreuung.

Geschlossenes System nach außen

Die LWL-Maßregelvollzugsklinik Herne bildet ein nach außen hin geschlossenes System . Das gesamte Klinikgelände ist von einer fünfeinhalb Meter hohen Mauern umgeben , die elektronisch und videotechnisch überwacht wird. Den einzigen, mehrfach gesicherten Ein- und Ausgang der Klinik steuert und überwacht das Personal der zentralen Pfortenanlage, die rund um die Uhr besetzt ist.

Vielfältige Sicherungssysteme

Alle Gebäude innerhalb des abgeschlossenen Klinikareals sind entsprechend ihrer jeweiligen Funktion einzeln gesichert. Die Räumlichkeiten auf den Stationen werden auf größtmögliche Überschaubarkeit hin angelegt, was zum Beispiel die Platzierung des Pflegestützpunktes oder den Öffnungswinkel der Türen angeht. Auf jeder Station gibt es so genannte Kriseninterventionsräume, die verletzungssicher und betont schlicht gestaltet sind. Diese Räume dienen zur ärztlich angeordneten Abschirmung einzelner Patienten, die vorübergehend in eine psychische Krisenlage geraten sind. Alle Beschäftigten tragen elektronische Rufgeräte bei sich, mit denen bei Bedarf schnell und effizient Hilfe herbei geholt werden kann.

Erfahrungen beim Bau neuer forensischer Kliniken im In- und Ausland sind in das Sicherheitskonzept der künftigen LWL-Maßregelvollzugsklinik Herne eingeflossen. Gemeinsam mit Polizeibehörden sowie Feuerwehr und Rettungsdiensten werden Ablaufpläne für mögliche Krisensituationen wie Brandfälle oder Rettungseinsätze erstellt.